Reisender

Sonntag, 3. Juni 2007

Top of the rock

Wer keine Lust hat, eine Stunde in der Fahrstuhlschlange des Empire State Building zu verbringen, geht einfach ein paar Blocks weiter zum Rockefeller Center, die vermarkten ihr Dach jetzt auch ...

Donnerstag, 9. März 2006

HH - B

Wie ich diese Strecke liebe, gleich gehts los, mit der ganzen Familie, mit einem frisch gefüllten iPod im Handschuhfach, mit Klamotten für ein paar Tage, mit einem Schlüssel für eine tolle Wohnung am Helmi, mit diesem wunderbaren Gefühl, Städtetourist zu sein.

Bis Dienstag ...

Mittwoch, 30. November 2005

Vollsperrung

Letztes Wochenende war ich mal wieder in Berlin, und wie jedes Mal bin ich auch diesmal wieder am Sonntag viel später als geplant und schwer verstrahlt die A24 zurück nach Hamburg gekrust, naja, was man so krusen nennt, wenn einem die Straße vor der Nase zugemacht wird. Vollsperrung, nichts geht mehr, sogar der Standstreifen ist dicht. Mir ist sowas ja immer fast egal, also nicht völlig, aber doch ziemlich. Ich brauche mir nur die steinige Miene der Beifahrerin im neuen 5er neben mir anzusehen, und das nervösen Straßenkartengeblätter ihres Ehe- und Steuermanns neben ihr. Dann bekommt die verlorene Zeit eine gewisse Qualität. Oder die drei schweigenen Polen in ihrem Toyota, die sich über mangelnden Zigaretten- und Bierproviant bestimmt keine Sorgen zu machen brauchen, womöglich sind die sogar auf E. Oder das junge Paar im schwarz funkelnden Mazda Sportschlitten, sie am Lenker, er am Wühlen im Handschuhfach, beide am Anfang vom Ende ihrer Nerven. Ich weiß nicht warum, aber ich bin mir sicher, die wollten eigentlich rechtzeitig zu Die Luftbrücke zuhause sein, und da schmerz der Standort ja ganz besonders. Ein wenig bange wird mir beim Anblick des Normalos in seinem lindgrünen Metzgerbenz schräg vor uns. Regungslos sitzt er da, auf das Vorderheck starrend, in Gedanken wohl bei seinen Taten, die einer Gewissensprüfung nicht standhielten, stelle ich mir vor. Furchtbares kommt mir in den Sinn, kühlen Blutes begangen. Lieber nicht. Der Standsteifen kommt in Bewegung, alles deutet auf eine nahe gelegene Ausfahrt hin. Eine halbe Stunde später sind wir auf der Landstraße, nach Parchim, eine schleichende Lichterkette gegen Stillstandhass, bestaunt von ungläubigen Herrchen und Hunden am Straßenrand. Dahinten kommt die Auffahrt. Der Blinker tickt, die Drehzahl steigt, das Licht wird schwächer, und jetzt merke ich sehr schnell, dass mir langsam langweilig wird, jetzt will ich auf einmal nur noch nachhause, so schnell wie möglich. Verständlich ...

Gib Gummi!

Mittwoch, 23. November 2005

Triftiger Grund, nicht in Hamburg zu wohnen

... ist dieses wunderbare (und einzige!) Zimmer im Hotel Susannenstraße:

Hiltona

Wäre ich von außerhalb, würde ich immer da wohnen, für grotesk magere 30 EURO die Nacht, mit allen Schikanen:

Zimmer3

Gitterbett, Minibar, bestuhlte Schreibecke, irre charmante schwedische Hotelmanagerin (nicht im Bild), Kabel-TV (leider ohne Romantikkanal), und und und ...

Ach was, ich check da einfach mal ein, und sei es nur, um keinen Grund mehr zu haben, Hamburg zu verlassen ;)

Sonntag, 16. Oktober 2005

Tour beendet

Seit Freitag bin ich wieder zuhause, endlich. Ich meine, so toll das auch klingen mag, aber vier Metropolen auf zwei Kontinenten in zwölf Tagen sind schon ein sehr erschöpfendes Programm, für mich jedenfalls, bin da ja eher unerfahren. Angefangen mit dem Nervenkrieg im kopenhagener Parken (und der wunderbare Ausflug ins Louisiana), dann der Schwenk ins schwül brutzelnde New York (auch da war der Oktober allzu überhitzt, dh ständig Hemden wechseln, weshalb ich mir jetzt aber endlich auch Spießerhemden von Brooks Brothers zugelegt habe, von denen Rebecca C. so geschwärmt hat und die trotz des einen Tick zu weiten Schnittes irre gemütlich unterm Anzug sitzen, OHNE schlimmes Buttondown und dazu noch BÜGELFREI), dann die Hauseröffnungsfeier der APA in Wien (die sind vom Stadtrand an den Naschmarkt gezogen) und am Donnerstag die Besprechnung mit netten Partnern in London (das Tate Modern war zwar um die Ecke, aber die Zeit zu knapp).

Aber hey, dh nicht, dass ich mich beklage, sowas macht schon eine Menge Spaß, so Reisen, sich auszutauschen, gestalten, rumscherzen mit Leuten, die aus völlig anderen Perspektiven blicken, selbst wenn's vornehmlich geschäftlich ist. Stressig ist halt nur das ständige Gechecke an all den Schaltern in Hotels und Flughäfen, die Shuttles, die fehlsprachigen (oder einfach nur unverständlichen) Taxifahrer, die eigene mangelnde Reisevorbereitung (warum haben die Dänen bloß immernoch ihre bescheuerten Kronen? Warum hab ich mir nicht vorher angeguckt, wie's zur Harbourside New Jerey geht, dann hätt ich gleich die Bahn genommen? Warum hab ich kein T-Shirt mit, soll ich im Hemd schlafen? Warum geht mein Rückflug erst sieben Stunden nach Tagungsschluss?), die allzu aufrichtigen Spiegel in den Badezimmern (ich MUSS ganz sofort ganz viel Sport machen!), das leise flüsternde Schlechte Gewissen gegenüber dem Gastgeber, der meine Familie und mich für 7 Tage bei sich wohnen lässt, und und und - irgendwas ist immer !!

So, keine Zeit mehr jetzt, würde so gerne noch so viel schreiben, von all den Menschen, von Begebenheiten, die mich (oder andere) irritierten, aber geht ja nicht.

So long ...

Dienstag, 4. Oktober 2005

Plastic Bertrand

Gestern 23:30 (5:30 MEZ), angekommen, körperlich jedenfalls, müde. Freund O war schon da, wartete auf uns, bei Schlampipampi und Marlboro (rot) in Frankies für manhattaner Verhältnisse (dank seines guten Händchens) eher großen Wohnung. Tim kippte sofort um, schlief ein und sollte erst um 6 Uhr Ortszeit wieder aufwachen. Claudia schaffte noch zwei Glas, dann waren auch ihre Tanks leer. Ich konnte ja nicht einfach schlafen gehen, war viel zu aufgeregt, wollte noch raus, gab vor, O ins Hotel begleiten zu wollen, wissend, dass wir nicht an jeder Bar vorbei würden gehen können. Die erste hieß Libation oder so, eine stinklangweilige Kneipe, drinnen trinken, draußen rauchen, das neue NY halt. Wir zogen weiter, blickten in Querstraßen, hofften auf Zeichen. Dann eine bunte Neonpalme, grausam, aber gerade deshalb verlockend. Das kann nur Trash sein, ob nun Trashtrash oder Retrotrash, sehr egal. An die Musik kann ich mich nicht mehr erinnern bzw. sie war mir nicht bekannt, aber die Deko war Calipso. Es dauerte zweieinhalb Minuten bis das zunächst allein tanzende Inventar auf uns einzureden begann, viel zu schnell, viel zu undeutlich. O machte den Eindruck eines ebenbürtigen Gesprächspartners, der er nicht war, was ihr und ihm (und mir ohnerhin) einerlei war. Wenn sie 45 war, dann sah sie keinen Tag jünger aus, aber sie kann auch 40 gewesen sein, oder 50. Jedenfalls war das nicht die erste Nacht, die sie in einer Bar verbracht hatte, das war erkennbar. Deshalb sah sie auch toll aus, in jenem Licht sowieso, und sie war lustig. Am anderen Ende rauchte jemand, wir kopierten das umgehend. Bald rauchte auch der vermutlich aus Samoa stammende Barmann. Alle rauchten. Dann kam noch eine, tiefe Stimme, reizvolle Gesten, Pornokörper, viel besser zu verstehen. Früher sei das hier ein SM-Club gewesen, sie habe sich in der dominanten Rolle sehr wohl gefühlt. O erzählte ihr, wir seien seit 12 Jahren ein Paar, was sie veranlasste über ihre Vorliebe für das Blasen und über die erogenen Zonen des Enddarms zu schwärmen. Dann kamen zwei Franzosen, die irrsinnig gut aussahen und fanden, dass ihr Englisch sehr viel besser sei als das unsere. Wir rauchten und tranken noch mehr. Jetzt kamen Lieder, die ich kannte, u.a. Ca plane pour moi. Alle sangen mit. Dann gestikulierten wir die Rechnung herbei, es kam nur ein Schreibblock, der Samoaner dachte, wir wollten irgendwas aufschreiben. Nein, zahlen wollten wir, aber da lachte er nur und meinte, das hätten doch schon andere übernommen. Unsere neuen Freunde drückten uns zum Abschied, dann gingen wir heim, jeder für sich, durchs nie ganz schlafende aber bald so richtig erwachende East Village ...

Sonntag, 2. Oktober 2005

10 - 9 - 8 ...

Heute nachmittag gehts los, in eine paar Stunden, das typische Countdown-Gefühl. Claudia ist außer sich vor Flugangst, und vor erdrückender Verantwortungslast, denn sie muss packen, an alles denken. Wenn ich mithelfe, also mich einmische, wirds eher schlimmer, nichts gehört dahin, wo ich es hintun würde. Wenn, dann müsste ich alles an mich reißen, aber dann würde sie sich über mangelnde Ablenkung beschweren. Die Stimmung ist gereizt, von Vorfreude im Moment keine Spur. Alles in allem nennt man das wohl Reisefieber, und ich frage mich, ob eine Woche New York diesen Stress wert ist. Aber offen gestanden muss ich da nicht lange überlegen, ich würde sogar doppelten Stress ertragen für nur EINEN Tag New York. Und wenn wir erstmal da sind, wird auch Claudia so sprechen, denn es ist ihr erstes Mal New York, das erste Mal Amerika überhaupt, sie weiß noch nicht, wie groß die Entschädigung sein wird. Darauf spekuliere ich. Eine sichere Sache, bestimmt ...

Montag, 26. September 2005

Zwischen Dinkins und Bloomberg

Also ich 1993 zuletzt in New York war, hieß der Bürgermeister noch David Dinkins. Da machte die 42ste Straße ihrem Ruf einer vernachlässigten Bahnhofsmeile noch alle Ehre. Ein paar Wochen später kam Giuliani, der unvergessliche 911er, und mit ihm der forsche Wandel, wie mir seither immer wieder berichtet wurde (nicht erst seit 2001). Heute sitzt da Mr. Bloomberg, der Antiraucher, der Medienmogul, und ich bin ganz wahnsinnig gespannt, wie sich diese wunderbare Stadt nach all den Jahren, nach all den Veränderungen jetzt anfühlt. Hoffentlich nicht weniger aufregend ...

Sonntag gehts los, mit Claudia und Tim, für eine Woche, unsere Vorfreude ist unendlich :))

Franky darling, wir kommen !!!

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